Wie kann ich meine Kfz-Versicherung kündigen? - Tipps, alle Fristen, Sonderkündigungsrecht u.v.m.

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Du möchtest Deine Kfz-Versicherung kündigen? Bei den meisten Kfz-Versicherungen ist eine Kündigung formlos möglich, das heißt, es gibt kein besonderes Formular, das Du verwenden musst. Um auf Nummer Sicher zu gehen, kannst Du aber in den Versicherungsbedingungen Deines Vertrages die jeweiligen Anforderungen für eine Kündigung nachlesen. Wichtig ist, dass die Kündigung schriftlich erfolgt. In vielen Fällen ist hierfür eine persönlich unterschriebene Mitteilung erforderlich, die dem Unternehmen per Post zugeschickt wird. Einige Versicherungen erlauben auch eine elektronische Kündigung, zum Beispiel über den Servicebereich für ihre Mitglieder. In jedem Fall muss das Kündigungsschreiben die Kfz-Versicherungsnummer (Vertragsnummer) und das Kfz-Kennzeichen des versicherten Fahrzeugs enthalten. Alles andere was Du rund ums Thema Kfz-Versicherung kündigen wissen musst, finedest Du hier im Ratgeber.

Tipp: Lass Dir die Kündigung unbedingt schriftlich (oder mindestens elektronisch) bestätigen. So kannst Du bei eventuellen späteren Konflikten nachweisen, dass Du fristgerecht gekündigt hast.

Worauf muss ich bei der Kündigung meines bestehenden Vertrages der KFZ-Versicherung achten?

Bei der Kündigung des Versicherungsvertrages sind unbedingt die Kündigungsfristen einzuhalten, da die Kündigung ansonsten nicht oder erst zu einem späteren Zeitpunkt wirksam wird. Unabhängig davon ist es wichtig, dass Du immer zuerst einen neuen Versicherungsvertrag abschließt, bevor Du den alten Vertrag kündigst. So ist sichergestellt, dass Dein Versicherungsschutz lückenlos besteht.

Unser Tipp: In den meisten Fällen übernimmt die Versicherung, bei der Du den neuen Vertrag abschließt, die Kündigung des bisherigen Vertrages, sodass Du dich darum nicht mehr selbst kümmern musst. Sicherheitshalber solltest Du bei dem neuen Anbieter aber noch mal das genaue Prozedere erfragen.

Was unterscheidet die ordentliche von der außerordentlichen Kündigung bei der Autoversicherung?

Bei einer ordentlichen Kündigung kündigst Du die Versicherung unter Einhaltung der vertraglich vereinbarten Kündigungsfrist. Die beträgt bei der Kfz-Versicherung üblicherweise 1 Monat vor Ablauf des vereinbarten Vertragsjahres. Bei den meisten Versicherungsunternehmen beginnt das Versicherungsjahr für die Kfz-Versicherung zum 1. Januar. Das bedeutet, dass die ordentliche Kündigung spätestens zum 30. November eingegangen sein muss. Ein Grund für die ordentliche Kündigung muss nicht angegeben werden. Viele kündigen jedoch, um zu einem günstigeren Tarif zu wechseln.

Im Gegensatz dazu musst Du bei der außerordentlichen Kündigung nicht auf den Ablauf des Versicherungsjahres warten. Eine außerordentliche Kündigung ist grundsätzlich jederzeit möglich, wenn ein Sonderkündigungsrecht besteht. Dieses hat jeder Versicherungsnehmer immer dann, wenn die Versicherung die Beiträge erhöht, ohne gleichzeitig den Leistungsumfang zu erhöhen. Auch nach dem Abschluss oder der Ablehnung einer Schadensregulierung hast Du ein Sonderkündigungsrecht, genauso wie bei einem Fahrzeugwechsel bzw. -kauf.

Wichtig: Zwar gibt es bei der außerordentlichen Kündigung keinen allgemeingültigen Stichtag für die Kündigung, dennoch hast Du auch hier bestimmte Fristen einzuhalten. Bei einer Beitragserhöhung oder Anpassung der Leistungen hast Du beispielsweise nach dem Erhalt der Benachrichtigung 1 Monat Zeit für die Kündigung. Die gleiche Kündigungsfrist gilt bei dem Abschluss bzw. der Ablehnung einer Schadensregulierung.


Darf ich meinen Versicherungsvertrag der Kfz-Versicherung auch ohne Angabe von Gründen kündigen?

Ja, bei einer ordentlichen Kündigung zum Ende des Versicherungsjahres ist es nicht erforderlich, dass Du einen Grund angibst. Wenn Du jedoch den Versicherungsvertrag außerordentlich kündigen möchtest, machst Du von dem Sonderkündigungsrecht Gebrauch, das nur unter bestimmten Bedingungen gilt. Um sicherzugehen, dass diese Bedingungen erfüllt sind, musst Du in der Kündigung eindeutig mitteilen, warum Du den Vertrag beenden möchtest.

Fristen: Welche Kündigungsfrist für die Kündigung ist bei der Autoversicherung einzuhalten?

Bei einer ordentlichen Kündigung ist eine Kündigungsfrist von 1 Monat einzuhalten. Zudem ist eine Kündigung nur zum Ende des Versicherungsjahres möglich. Bei den meisten Versicherungen endet das Versicherungsjahr am 31.12., somit ist der Stichtag für die Kündigung der 30.11. des gleichen Jahres. Wichtig: Bis zu diesem Tag muss das Kündigungsschreiben bei der Versicherung eingegangen sein.

Was passiert, wenn ich die Kündigungsfrist für meine Autoversicherung verpasse?

Wenn Du diese Frist verpasst hast, musst du in der Regel ein weiteres Jahr warten, bis die Kündigung wirksam wird. Es sei denn, du kannst das Sonderkündigungsrecht in Anspruch nehmen. Dies ist jedoch nur unter bestimmten Bedingungen möglich und auch hier sind bestimmte Kündigungsfristen einzuhalten. Auch diese betragen üblicherweise 1 Monat. Verpasst Du diese Frist, erlischt das Sonderkündigungsrecht und Du kannst den Vertrag nur auf die herkömmliche Weise (ordentlich) kündigen.

Kfz-Versicherung kündigen: Wann endet mein Vertrag?

Bei der Kfz-Versicherung beginnt das Versicherungsjahr üblicherweise am 1. Januar und endet am 31. Dezember. Viele Versicherer haben der Einfachheit halber den 31.12. als Ablauf des Versicherungsjahres übernommen, unabhängig davon, wann der Versicherungsvertrag abgeschlossen wurde. Einige Versicherer bieten jedoch sogenannte unterjährige Verträge an. Diese laufen ebenfalls über 12 Monate, aber enden genau 1 Jahr nach Vertragsabschluss.

BOX: Beispiel: Wenn Du deinen Vertrag am 1. Mai abgeschlossen hast, endet das Versicherungsjahr am 30. April des darauffolgenden Jahres. Das konkrete Vertragsende Deines Vertrags kannst Du den Vertragsunterlagen entnehmen.

Hat jeder Versicherer den gleichen Stichtag für die Kündigung?

Nein. Grundsätzlich gilt: Die Kündigungsfrist für die Autoversicherung beträgt 1 Monat vor Ablauf des Versicherungsjahres. Bei den meisten Versicherungen endet das Versicherungsjahr am 31. Dezember. Somit wäre der Stichtag für die ordentliche Kündigung der 30. November. Auch wenn die meisten Versicherungen dies so handhaben, gibt es Ausnahmen. Manche Unternehmen bieten Versicherungsverträge mit sogenannter unterjähriger Laufzeit an. Das heißt, dass das Versicherungsjahr individuell beginnen kann, also zum Beispiel auch am 1. August. In diesem Fall müsste eine ordentliche Kündigung spätestens 1 Monat vor Ablauf des Versicherungsjahres, also spätestens am 30.6. bei der Versicherung eingegangen sein.

Unser Tipp: Wenn Du Deine Kfz-Versicherung wechseln möchtest, überprüfe frühzeitig, wann Dein Versicherungsjahr beginnt und welche Kündigungsfrist zu beachten ist. Du findest alle notwendigen Informationen hierzu in Deinem Versicherungsvertrag.

Unterjährig kündigen: Was soll das heißen?

Bei manchen Verträgen endet die Laufzeit nicht automatisch am 31.12., sondern exakt 12 Monate nach dem Vertragsabschluss. Auch hier beträgt die Kündigungsfrist 1 Monat vor Ablauf des Versicherungsjahres. Dementsprechend fällt der Stichtag für die Kündigung jeweils auf einen anderen Tag. Auch wenn inzwischen immer mehr Versicherer den Abschluss unterjähriger Verträge anbieten, stellen sie noch immer die Ausnahme dar. Die überwiegende Mehrheit der Kfz-Versicherungsverträge endet zum 31.12.

Welche Kündigungsfristen sind bei unterjähriger Hauptfälligkeit zu beachten?

Auch bei unterjähriger Hauptfälligkeit gilt die Kündigungsfrist von 1 Monat. Das heißt: Unabhängig vom Vertragsbeginn läuft der Vertrag 12 Monate und spätestens 1 Monat vorher muss die Kündigung bei dem Versicherer eingegangen sein. Ein Beispiel: Du schließt eine Kfz-Versicherung mit unterjähriger Hauptfälligkeit am 1. Juli ab. An diesem Tag beginnt das Versicherungsjahr, das am 30. Juni des Folgejahres endet. Wenn Du die Kfz-Versicherung kündigen möchtest, musst Du dies spätestens bis zum 31. Mai tun, um die Kündigungsfrist einzuhalten.

Ab welchem Stichtag ist die Kündigung der Kfz-Versicherung wirksam?

Abschicken kannst Du die Kündigung Deiner Kfz-Versicherung zu jedem Zeitpunkt. Wirksam wird sie jedoch immer erst zum Ablauf des Versicherungsjahres. Ausnahme: Wenn Du das Sonderkündigungsrecht in Anspruch nimmst, das Dir in bestimmten Situationen zusteht, gelten kürzere Fristen. In diesem Fall ist die außerordentliche Kündigung unmittelbar wirksam.

Wann kann ich von einem außerordentlichen Kündigungsrecht/ Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen?

Ein außerordentliches Kündigungsrecht (Sonderkündigungsrecht) ist in den folgenden Situationen gegeben:

  • Beitragserhöhung ohne gleichzeitige Verbesserung der Leistungen der Kfz-Versicherung
  • nach einem Schadenereignis
  • nach dem Verkauf Deines Autos/ Fahrzeugs

Sofern einer dieser Situationen eintritt, hast Du das Recht, den Vertrag frühzeitig zu beenden. Es ist nicht erforderlich bis zum Ende des Versicherungsjahres zu warten.

Achtung! Auch hier gelten bestimmte Kündigungsfristen, die einzuhalten sind, damit die Kündigung wirksam wird!


Fristen und Co.: Welche Kündigungsfristen bei einer außerordentlichen Kündigung/ Sonderkündigungsrecht?

Genau wie im Falle der ordentlichen Kündigung gilt auch bei der außerordentlichen Kündigung eine Frist von 1 Monat. Ab wann die Frist zu laufen beginnt, hängt vom Grund der Kündigung ab. Möchtest Du beispielsweise nach einem Schadenereignis kündigen, so hast Du 1 Monat nach der Schadensregulierung (oder der Ablehnung der Kostenübernahme) Zeit, den Versicherungsvertrag zu kündigen. Hat die Versicherung die Beiträge erhöht, ohne gleichzeitig die Leistungen anzupassen, steht dir ebenfalls die Möglichkeit einer außerordentlichen Kündigung offen. Hier beginnt die Frist mit dem Tag, an dem Du über die Beitragserhöhung informiert worden bist.

Was muss ich beachten, wenn ich aufgrund einer Beitragserhöhung die Kfz-Versicherung kündige?

Erhöht die Versicherung die Beiträge, ohne gleichzeitig die Leistungen entsprechend anzupassen, hast Du ein Sonderkündigungsrecht. Das heißt, Du darfst außerordentlich kündigen und musst nicht auf den Ablauf des Versicherungsjahres warten. Aber auch hier gibt es eine Kündigungsfrist: Ab dem Zeitpunkt, an dem Du über die Beitragsänderung informiert wirst, hast Du 1 Monat Zeit für die Kündigung. Damit die außerordentliche Kündigung wirksam ist, musst Du in dem Kündigungsschreiben die Beitragserhöhung ausdrücklich als Kündigungsgrund angeben.

Kfz-Versicherung: Vertrag bei Fahrzeugverschrottung kündigen?

Wenn Du Dein Fahrzeug verschrotten möchtest, musst Du dies bei der Kfz-Zulassungsbehörde melden. Die Behörde gibt die Außerbetriebsetzung an die zuständige Versicherung weiter. Der Versicherungsvertrag wird dadurch allerdings noch nicht automatisch beendet. Wenn Du das Fahrzeug nicht wieder anmeldest, tritt nach 2 Wochen die sogenannte Ruheversicherung in Kraft. Dabei fallen keine weiteren Versicherungsbeiträge an, auch der Versicherungsschutz bleibt bestehen - allerdings nur auf dem Abstellplatz. Nach spätestens 18 Monaten läuft der Versicherungsvertrag automatisch aus. Wenn das Fahrzeug definitiv vorher verschrottet wird/ist, kannst Du dies natürlich auch schon vorher an die Versicherung melden, wodurch der Vertrag frühzeitig beendet wird.

Was gilt nicht als Grund für eine außerordentliche Kündigung bzw. Sonderkündigung?

Nicht jede außergewöhnliche Situation geht automatisch mit einem Sonderkündigungsrecht einher. So ist beispielsweise ein Umzug kein Grund für eine außerordentliche Kündigung und auch eine vorübergehende Stilllegung (Außerbetriebsetzung) des Fahrzeugs berechtigt Dich nicht automatisch zur außerordentlichen Kündigung. Wenn Deine Versicherungsbeiträge steigen, weil die gesetzlich festgelegte Versicherungssteuer angehoben wurde oder weil Du in Deiner Schadenfreiheitsklasse (z. B. nach einem Unfall) zurückgestuft wurdest, besteht ebenfalls kein Sonderkündigungsrecht.

Kündigungsschreiben: Wie kündige ich die Versicherung für mein Fahrzeug am besten?

Du kannst die Kündigung schriftlich oder - mithilfe von WechselGott - auch elektronisch verfassen. Das Kündigungsschreiben muss keine bestimmte Form haben, es sollten aber alle relevanten Daten und Angaben enthalten sein, um Missverständnisse zu vermeiden und eine schnelle Bearbeitung zu ermöglichen. Wenn Du die Kündigung per Post verschicken möchtest, empfehlen wir Dir, dies als Einschreiben zu tun, damit Du einen Nachweis darüber bekommst, dass das Schreiben auch bei dem Empfänger angekommen ist. Bei der elektronischen Kündigung erhältst Du in der Regel direkt eine Versandbestätigung per E-Mail oder kannst sie Dir in Deinem Account selbst downloaden.

Welche Angaben muss das Kündigungsschreiben enthalten?

Zwingend notwendig in jedem Kündigungsschreiben ist die Versicherungsnummer des Vertrags, der gekündigt werden soll, und das Kfz-Kennzeichen des Fahrzeugs, das über diesen Vertrag versichert ist. Weitere Informationen wie Name und Adresse des Versicherungsnehmers sind sinnvoll, damit Dein Schreiben gleich richtig zugeordnet wird und es keine Rückfragen gibt.

Darf der Kfz-Versicherer dem Versicherungsnehmer kündigen?

Ja, auch der Versicherer hat das Recht, den Versicherungsvertrag zu kündigen. So kann er - genauso wie der Versicherungsnehmer - den Vertrag zum Ablauf des Versicherungsjahres ordentlich kündigen. Dabei muss er ebenfalls eine Kündigungsfrist von 1 Monat einhalten.

Wann hat die Versicherung ein Sonderkündigungsrecht?

Ein Sonderkündigungsrecht hat der Versicherer nach einem Schadenfall. Auch hier gilt eine Kündigungsfrist von 1 Monat nach dem Abschluss der Verhandlungen über die Leistungsübernahme oder Ablehnung der Kostenübernahme.

Solltest Du als Versicherungsnehmer vertragliche Obliegenheiten missachten, also zum Beispiel der Versicherung Informationen verschweigen, die für den Versicherungsvertrag relevant sind, darf die Versicherung den Vertrag ebenfalls außerordentlich kündigen.

Kündigung der Kfz-Versicherung durch den Versicherer - Was tun?

Wenn Dir Deine Kfz-Versicherung gekündigt hat, musst Du schnellstmöglich eine neue Versicherung finden, um weiterhin mit Deinem Auto fahren zu dürfen. Denn eine Zulassung besteht nur mit gültiger Kfz-Haftpflichtversicherung. Es ist möglich, dass es bei der Suche nach einer neuen Versicherung zu Problemen kommt, wenn die letzte Versicherung den Vertrag beendet hat. Deshalb ist es ratsam, die bisherige Versicherung zu bitten, die Kündigung aufzuheben und selbst zu kündigen. So können Dir durch die Kündigung in der Regel keine weiteren Nachteile entstehen.

Unser Tipp: Wenn Du nach einem Schadensfall gerne bei Deiner Versicherung bleiben möchtest, diese Dir aber kündigen will, kann es sich lohnen, mit der Versicherung Kontakt aufzunehmen. Manchmal ist es möglich, den Vertrag aufrechtzuerhalten, wenn der Versicherungsnehmer bereit ist, eine (höhere) Selbstbeteiligung oder einen Risikozuschlag zu zahlen.

Dürfen Versicherer Interessenten aufgrund einer Sonderkündigung ablehnen?

Ja, theoretisch dürfen Versicherungen Antragsteller aus verschiedenen Gründen ablehnen - allerdings nur bei Teil- oder Vollkaskoversicherungen. Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist eine Pflichtversicherung für alle Kfz-Halter und Voraussetzung für die Zulassung des Fahrzeugs. Deshalb sind die Versicherungen gesetzlich verpflichtet, jedem Interessenten eine Kfz-Haftplichtversicherung anzubieten bzw. zu ermöglichen.